Vereinsgeschichte 1919 – 2019

2011

Kunstrasenplatz endlich da, Vereinsräume adé

Am 23. Januar 2011 fand das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasenplatz an der Masch statt und am 3. April wurde dieser offiziell eingeweiht. In 2011 wurde allerdings auch das Lindenbad abgerissen, der SC verlor dadurch seine Vereinsräumlichkeiten und damit auch seinen sozialen und sportlichen Mittelpunkt.

 

Mit dem neuen Kunstrasenplatz verbesserten sich die Möglichkeiten für die Fußballer deutlich. Nun war man in der Lage, den gesamten Trainings- und Spielbetrieb der Jugendmannschaften an die Sportanlage Masch zu verlegen. Durch den Platz sollte auch die Anzahl der witterungsbedingten Spielausfälle deutlich sinken und insbesondere im Frühjahr viele Nachholspiele und einigen Terminstress ersparen. Außerdem sollte jetzt auch bei regnerischem Wetter ein durchgängiger Trainingsbetrieb gewährleistet sein.
Ein wesentlicher Faktor beim Bau des Platzes stellten die vom Verein zu erbringenden Eigenleistungen dar. 139.000 Euro waren in Form von Arbeitsleistungen und finanziellen Mitteln aufzubringen, knapp 150.000 Euro sind es schließlich geworden. Der Verein schaffte es, ohne Fremdkapital auszukommen. Alles wurde aus vorhandenen Rücklagen und vor allem Spendengeldern finanziert. Auch die Arbeitsleistungen konnten sich sehen lassen. Insbesondere an den Wochenenden von September bis ins Frühjahr wurde immer wieder am Platz gearbeitet. Unzählige Stunden wurden auf diese Weise von weit über 100 verschiedenen Personen geleistet: Vorständler und Altligisten, Spieler und Trainer aus den Damen-, Senioren- und vor allem Jugendmannschaften, unterstützt von vielen Eltern, waren am Platz aktiv. Eine Leistung, die seinesgleichen sucht, und auf die der SC wohl mit recht stolz sein kann!

Die Räume im Lindenbad waren mehr als zwei Jahrzehnte der Treffpunkt und Organisations-Mittelpunkt des Vereins.
Viele erinnern sich bestimmt noch gerne an die stets herzliche Bewirtung durch ›Zigarren-Paul‹ Rehschuh und Ehefrau Traudel oder an die typische Clubraum-Atmosphäre mit den angesammelten Pokalen an den Wänden oder den kleinen Abstellraum mit reichlich Inventar, über den Paul wachte und immer da war, wenn es darum ging etwas einzulagern oder auszuleihen.
Sogar die Raucherpausen im Flur, zum Beispiel bei den erweiterten Vorstandssitzungen, bleiben in Erinnerung, denn hier wurde nebenbei auch viel miteinander gesprochen, man bekam einiges mit und musste sich im Vorbeigehen auch schon mal einen scherzhaften Spruch anhören, wenn man eigentlich nur schnell zu Hauptkassierer Werner Alberding in das kleine Büro wollte.

Quellen:
E-Jugend-Turnier-Magazin von 2011

Im Archiv warten noch viele Dokumente, die hier noch nicht berücksichtigt werden konnten. Es lohnt sich also, ab und zu wieder in der Vereinsgeschichte vorbeizuschauen.

Sport-Club Halle 1919 e.V. | 33790 Halle Westfalen